Make, Zapier oder Custom-Software? So wählst du für dein KMU
Wenn Tools miteinander reden sollen, gibt es grob drei Möglichkeiten: eine No-Code-Plattform wie Make oder Zapier, eine individuelle Entwicklung oder eine Mischung aus beidem. Welche die richtige ist, hängt weniger vom Trend ab als von deinem Ablauf.
Was Make und Zapier machen
Beide Plattformen verbinden Anwendungen nach dem Prinzip „wenn etwas passiert, dann tue etwas“. Make stellt Abläufe oft als visuelles Szenario dar und eignet sich gut für verzweigte Logik. Zapier ist für einfache, lineare Abläufe sehr schnell aufgesetzt. Beide bringen fertige Anbindungen an viele gängige Tools mit.
Wann No-Code reicht
- Der Ablauf besteht aus wenigen, klar definierten Schritten.
- Deine Tools haben fertige Anbindungen.
- Du willst schnell starten und erst später erweitern.
- Das Volumen ist überschaubar.
Wo die Grenzen liegen
- Sehr komplexe Logik mit vielen Sonderfällen wird unübersichtlich.
- Die Kosten hängen bei vielen Plattformen von der Anzahl Ausführungen ab und können mit dem Volumen steigen.
- Du brauchst eine eigene Oberfläche für Team oder Kunden.
- Bestimmte Daten sollen die Plattform nicht verlassen.
Wann Custom-Software sinnvoll ist
- Dein Prozess ist einzigartig und lässt sich nicht in Standardbausteine pressen.
- Du willst Kontrolle über Daten, Hosting und Weiterentwicklung.
- Mehrere Personen sollen mit einer eigenen App arbeiten.
Oft die beste Lösung: eine Mischung
Viele Projekte kombinieren beides: Standardabläufe laufen über Make oder Zapier, die besonderen Teile über eine kleine individuelle Anwendung. So bezahlst du nur für Individualität, wo sie wirklich nötig ist.
Fünf Fragen zur Entscheidung
- Wie viele Schritte und Sonderfälle hat der Ablauf?
- Wie oft läuft er pro Monat?
- Welche Tools sind beteiligt und haben sie fertige Anbindungen?
- Welche Daten fliessen, und wo dürfen sie verarbeitet werden?
- Wer pflegt die Lösung später, und wie leicht muss sie sich ändern lassen?
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Make und Zapier?
- Beide verbinden Apps automatisch. Sie unterscheiden sich in Bedienung, Funktionsumfang und Preismodell. Welche besser passt, hängt von deinem Ablauf ab.
- Muss ich mich für eine Variante entscheiden?
- Nein. Viele Lösungen kombinieren Plattformen und individuelle Entwicklung.
- Wo werden meine Daten verarbeitet?
- Das unterscheidet sich je nach Anbieter. Prüfe Verarbeitungsstandort und Auftragsbearbeitungsvertrag, bevor du Kundendaten anbindest.
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